Terzky, Wiener Gassenzeitung
Terzky, Wiener Gassenzeitung
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Terzky, [Karl August v.]: Wiener Gassenzeitung Zur Belehrung des Volkes. Heft 1 (3. Juni 1848) bis Heft 130 (26. Oktober 1848), danach Erscheinen eingestellt. Wien, Franz Edlen v. Schmid bzw. Edlen v. Schmidbauer und Holzwarth, 1848. Ca. 29,5 x 23 cm. 520 Seiten. Mit einigen Holzschnittillustrationen im Text. Einfacher Papierumschlag mit verstärktem Rücken. Unbeschnittenes, breitrandiges Exemplar. Einband und Seitenränder teils angerändert, Ecken teils geknickt, die ersten 24 Hefte im kleineren Format. Seiten teils angestaubt, einige Seiten stärker braunfleckig. U.a.: „Politische Witterung in Wien. Ein Gespenst ängstiget seit vier Tagen die Nationalgarden. Einige vom Regierungstische wollen es im Prater, in Gumpendorf und beim blauen Herrgott gesehen haben. Mit Schaufeln, Hacken, Krampen und zerrissenem Hemde gehe es einher und begehre fortwährend Kloster- und Pfaffenprfünde zu fressen.“ (Heft 16); Berichte über die ersten Arbeiterinnendemonstrationen gegen Lohnkürzungen in Wien am 21. August 1848. „Als Journalist bzw. Red. machte sich T(erzky) (um 1814-1870) während der Revolution einen Namen: Von Juni bis Oktober 1848 gab er die radikale „Wiener Gassen-Zeitung“ heraus, die u. a. auch durch das erste ung. Min. finanziell unterstützt wurde.“ (ÖBL Bd. 14, S. 256). „Vom 3. Juni bis 26. October 1848 erschien in einer Reihe von 130 Tagesnummern die „Wiener Gassenzeitung, zur Belehrung des Volkes geschrieben von Terzky“, Format Kleinquart, in ultrarevolutionärem und meistens überaus gemeinem Stile, gegen jede Ordnung hetzend. Mit der Unterdrückung der Wiener Studentenherrschaft durch Windischgrätz vom 31. October ab war auch Terzky’s Rolle zu Ende. Er entfloh, wie die Berichte melden.“ (L. Fränkel in ADB 37, 579 ff).
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